Studien

Telekomverhalten Deutschschweizer KMU

Auftraggeber: ABA Management AG
Autoren: Beat Keller, Armin Baumann
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Managemnet Summary
Seit dem 1. Januar 1998 ist der Schweizer Telekommunikationsmarkt liberalisiert. In der Zwischenzeit sind einige Telekomanbieter auf dem Schweizer Markt aufgetreten. Einige sind bereits wieder vom Markt verschwunden oder haben fusioniert respektive wurden übernommen.

Im privaten Segment konnten einige Anbieter mehr oder weniger erfolgreich Fuss fassen. Die alternativen Anbieter haben sich vor allem auf diese Privatanwender und die Grossunternehmen fokussiert. Im grössten Bereich der geschäftlichen Anwendung, dem KMU-Segment, konnte innerhalb dieser vier Jahre seit der Marktöffnung kein alternativer Anbieter so richtig reüssieren. Dies bewog uns zu der These: Dass ca. 85% der KMU‘s immer noch bei Swisscom sind, liegt daran, dass die neuen Operator und Provider die KMU‘s nicht optimal bearbeiten. Aus diesem Grund haben wir zusammen mit der PHW Privaten Hochschule Wirtschaft den Studienauftrag für diese Marktstudie formuliert.

Im Herbst 2001 erhielten 1'971 KMU (mit 1-249 Mitarbeiter) den Fragebogen zugesandt, welcher etwas mehr als 70 Fragen beinhaltete. Mit einer Rücklaufquote von 11.7% haben wir unsere Zielsetzung erreicht. Die Unternehmen wurden über organisatorische Belangen, gewünschte und genutzte Telekomdienstleistungen im Festnetz, Mobile, Internet und Datenkommunikation befragt. Im weiteren stellten wir Fragen über Telekomausgaben, Zufriedenheit mit den Telekomanbieter und deren Bekanntheit.

Hier einige Erkenntnisse in Kürze im Überblick:

  • Swisscom hat den Telekommunikationsmarkt fest im Griff. Die Mehrheit aller Unternehmen nutzen die Freiheiten des liberalisierten Telekommunikationsmarktes noch nicht. Bei der Mobiltelefonie liegt diese Zahl noch höher.
  • Den potentiellen KMU sind die Dienstleistungen der Telekomanbieter zum Teil unklar, so dass Marktgegebenheiten nicht bekannt sind. Die Wichtigkeit der Telekommunikation und deren strategische Möglichkeit sind den KMU's nicht bekannt. So haben die wenigsten Unternehmen eine Strategie bezüglich Telekom.
  • Der durchschnittliche KMU (23 Mitarbeiter) gibt pro Mitarbeiter und Jahr für sämtliche Telekomdienstleistungen ca. CHF 1'100.- aus. Wobei Kleinstunternehmen etwa einen Faktor zwei bis drei mehr ausgeben.
  • Die Verbreitung von Home Offices ist nicht besonders gross. Die Unternehmen haben bedenken, dass bei einem verstärkten Einsatz von Home Offices die Zusammenarbeit, der Erfahrungsaustausch und die Teambildung darunter leiden könnten.
  • Festnetz, Mobiltelefonie und der Einsatz von PCs und ein Internetzugang gehören bei den meisten Unternehmen zum Standard. Allerdings verwenden gerade Kleinbetriebe noch wenig leistungsfähige Technologien um ins Internet zu gelangen.
  • Qualität kommt nach wie vor vor dem Preis. Zufriedene Kunden sind deshalb auch nicht so rasch bereit, wegen kleinen Kosteneinsparungen den Anbieter zu wechseln.
  • Während der Auswertung der Fragebogen haben wir auch festgestellt, dass einige KMU die Telekom nicht verstehen und deren Möglichkeiten nicht kennen.
    Die vorliegende Studie bietet sämtlichen Anbieter von Telekomdienstleistungen eine Grundlage, um deren Schritte zur Vermarktung der Services zu verbessern. Den KMU ergibt die Studie eine Übersicht, wie andere Unternehmen im selben Umfeld Telekomdienstleistungen einsetzen und was für Möglichkeiten vorhanden sind.

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