Studien

Telekomverhalten KMU Vergleich CH zu A

Auftraggeber: ABA Management AG
Autoren: René Schönholzer, Armin Baumann
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Managemnet Summary
Die Studie „Telekomverhalten KMU: Vergleich CH / A“ soll aufzeigen, wo die KMU in der Schweiz und in Österreich Gemeinsamkeiten aufweisen und welche Unterschiede bestehen. Als Grundlage dienten zwei Studien „Telekomverhalten Deutschschweizer KMU“ und „Telekomverhalten Österreichischer KMU“. Um die Vergleiche durchführen zu können, mussten die Studien zuerst aufeinander abgestimmt werden.

Die Arbeit wurde grob in drei Phasen gegliedert: Einarbeitung in die Thematik mit Anpassungsarbeiten für die Vergleichbarkeit, Anpassung verschiedener Angaben aus der Schweizer (da diese ein Jahr älter war, als jene aus Österreich) und dann schlussendlich der entsprechende Vergleich.

Gemessen an der Anzahl der Betriebe im Sektor zwei und drei, machen die KMU über 99% aus. Über zwei drittel der Beschäftigten arbeiten in einer KMU. Anhand dieser Zahlen wird ersichtlich, was für ein Potential im Telekommunikationssektor in diesem Bereich vorhanden ist. Seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes im Jahre 1998, in der Schweiz wie in Österreich, haben viele private Anbieter versucht in den freien Markt vorzudringen. Neben den privaten Anwendern, wurden anfänglich vor allem Grossfirmen bearbeitet. KMU waren anhand von ihren einzelnen Umsätzen noch nicht so interessant. Im KMU-Segment ist demzufolge noch Nachholbedarf vorhanden. In der Arbeit wurden die Vergleiche in vier Kapitel unterteilt: Arbeitsweise und räumliche Organisation, Einsatz von Telekommunikationsmittel, Überblick über den Markt und Wechselverhalten.

Die Organisation der Firmen ist in beiden Ländern sehr ähnlich, auch was den Einsatz von Hilfsmittel betrifft. Home Offices sind nicht sehr verbreitet. Als grösstes Hemmnis wird der erschwerte Know-how Austausch und die schlechtere Zusammenarbeit genannt. Die Wichtigkeit einer Telekom-Strategie wird als gering eingestuft. Nur eine Minderheit hat eine formulierte Telekommunikationsstrategie. Festnetz, Mobiltelefonie und Internet gehören zum Standart der meisten Firmen.

Swisscom auf der einen und Telekom Austria auf der anderen Seite , haben den Telekommunikationsmarkt immer noch fest im Griff. Die alternativen Anbieter tun sich schwer ihre Dienstleistungen zu verkaufen. Sie preisen viel mehr ihre Technik an und versuchen über den Preis Kunden zu werben. Im Internet-Bereich ist die Überlegenheit für Bluewin (Swisscom) und Telekom Austria nicht so massiv. Aber auch hier haben sie die Nase vorn. Die Verbreitung der Internetanschlüsse nimmt ständig zu. Vor allem die neuen Technologien zu erschwinglichen Preisen, tragen dazu bei. Zufriedene Kunden von einem Anbieter abzuwerben, ist alleine über den Preis sehr schwer. Für die Firmen zählt vorwiegend die Qualität vor dem Service und erst an dritter Stelle folgt der Preis. Die Wechselbereitschaft bei sinkender Qualität nimmt trotz möglicher Kosteneinsparungen markant ab.

Die Durchschnittsgrösse der befragten KMU liegt in der Schweiz bei 26 Mitarbeitern und in Österreich bei 48. Betrachtet man den durchschnittlichen Umsatz pro Mitarbeiter, unabhängig von der Branche und Grösse, so liegt er bei Schweizer Unternehmen bei ca. SFr. 280'000.- und im Nachbarland bei ca. SFr. 325'000.- - Diese Zahlen können nicht direkt miteinander verglichen werden, da die Umsätze sehr branchenabhängig sind. Die Ausgaben für die Telekommunikation betragen in der Schweiz pro Angestellten im Schnitt ca. SFr. 1'120.- und in Österreich ca. SFr. 820.-. Im KMU-Bereich gibt es noch viele Betriebe, die ihre Möglichkeiten im Telekommunikations-Markt noch nicht richtig kennen. Mit einer guten Beratung könnten noch Optimierungen vorgenommen werden.
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