Studien

VoIP in der Schweiz

Auftraggeber: ABA Management AG
Autoren: Beat Lattmann, Armin Baumann
Bestellen

Management Summary
Für die vorliegende Studie wurden Primär- und Sekundärmarktforschungsmethoden eingesetzt. Als Sekundärmaterial wurden bestehende eigene und fremde Studien konsultiert. Für die Erarbeitung des Fragebogens wurden Hersteller von VoIP-Lösungen und Provider interviewt. Die Hauptuntersuchung erfolgte schriftlich mittels Fragebogen. Dabei wurden rund 1900 KMU mit 1 bis 249 Mitarbeiter selektiert. Wir haben einen Rücklauf von 147 ausgefüllten Fragebogen erzielt. Die Aussagekraft bei Kleinstunternehmen (1-9 MA) hat eine gewisse Unschärfe, da diese Gruppe bei den Antworten untervertreten ist. Dafür ist die Aussagekraft der grösseren Unternehmen um einiges besser, da wir hier einen überproportionalen Rücklauf erzielten.

Das durchschnittliche KMU der befragten Unternehmungen hat etwas über 33 Mitarbeiter und realisierte im Jahr 2003 einen pro Kopfumsatz von rund CHF 300'000.-. Diese KMU gibt ungefähr CHF 1'120.- pro Kopf für Festnetztelefonie und Unterhalt der entsprechenden Infrastruktur aus.

Trotz der strategischen Wichtigkeit der ICT zur Umsetzung operativer Strategien (Unternehmen, Marketing, etc.), haben nur wenige der Befragten eine Telekomstrategie. Dabei zeigen Untersuchungen, dass Firmen, die ein grösseres Augenmerk auf Investitionen in die ICT-Lösungen legen, deutlich höhere Gewinne verzeichnen als Unternehmen, die nur auf traditionelle Werte setzen. Eine Mehrheit der Firmen kennen die Kosten der eigenen Vernetzung nicht.

Nur sehr wenige der KMUs haben VoIP bereits im Einsatz. Viele KMU wären bereit, das Telefon durch den PC zu ersetzen. Deshalb haben viele Firmen ein unausgeschöpftes Potential für VoIP. Eine Mehrheit der KMU erkennen die Möglichkeiten von VoIP nicht. Bei mittleren Unternehmen wären VoIP-Lösungen mehrheitlich eine Ablösung bestehender Telefonzentralen. Viele KMU planen den Einsatz von VoIP in den nächsten Jahren.

Die Mehrheit der Anbieter von VoIP-Lösungen hat noch Aufklärungsarbeiten durchzuführen. Telekommunikationsunternehmen kommen nicht darum herum, gesamtheitliche Lösungen anzubieten, die sich von der IT-Infrastruktur über die CRM-Einbindung bis hin zu VoIP und Desktop Applikationen erstrecken. Dabei steht der Aufbau umfassender Dienste mit einer hohen Qualität im Vordergrund. Wichtig ist aber immer wieder zu betonen, dass die KMU den Nutzen sehen müssen, nicht die Technologie und dies bedingt Aufklärung. Die Unternehmen wollen Nutzen kaufen - nicht Technologien! Die Technologie ist nur Mittel zum Zweck!

...zurück zur Studienübersicht